Der Malawisee befindet sich im südlichen Ende des ostafrikanischen Grabenbruchsystems.
Mit einer Länge von 600 Kilometer und einer durchschnittlichen Breite von 50 Kilometer ist er, nach dem Viktoria- und Tanganjikasee der drittgrößte See Afrikas und der neuntgrößte See der Welt. Seine Fläche beträgt nahezu 31.000 Quadratkilometer, die maximale Tiefe liegt bei über 700 Meter. Im Vergleich zum Bodensee hat er die neunfache Größe.
Die ersten Europäer, welche im Juni 1849 die Ufer des Sees betraten, waren der britischer Afrikaforscher David Livingstone (1813 bis 1873) und der Jäger William Oswell, der auch die Expedition finanzierte.
Bis zu seiner Unabhängigkeit hieß sowohl das Land als auch der See Niassar. Die damaligen Namensgeber waren die Engländer, die Niassar als Protektorat besaßen.
Der See gleicht auf Grund seiner Größe und des Wetters eher einem Meer. Bei dem stürmischen Wetter von Juni bis August können die Wellen auch schon einmal eine Höhe von vier Metern erreichen. Durch den Wind, der aus Südosten bläst, kann die Lufttemperatur auf 15°C fallen. Der Malawisee erreicht dann an seichten Stellen 20° Celsius. Das Oberflächenwasser in der Mitte des Sees fällt jedoch kaum unter 23° C. Neben den langen, flachen Sandstränden gibt es überwiegend steinige und felsige Uferbereiche. Weite Flussmündungen sowie sumpfige und mit Schilf bestandene Ufer runden das abwechslungsreiche Bild des Malawisees ab. Erwähnenswert sind hier weiterhin die gewaltigen Bergketten, die den See an der Nordwestküste sowie vor allem an der Nordostküste mit dem Livingstonegebirge förmlich einrahmen.

In reinen Felsregionen kann die Sicht unter Wasser bis zu 20 Metern betragen. Der Temperaturunterschied zwischen den tieferen Wasserschichten und der Oberfläche ist recht gering. Unterhalb 200m mangelt es an gelöstem Sauerstoff.
 

Drei Anrainerstaaten begrenzen dieses Binnenmeer. Den größten Anteil Küstenlinie weist Malawi auf. Fast die gesamte Westküste sowie ein Teil des südlichen bis mittleren Ostufers gehören zu diesem Staat, was ungefähr 800 Kilometer Küste entspricht. Mosambik grenzt an etwa 200 Kilometer der mittleren Ostküste. Die Nordostküste sowie ein kleiner Bereich der nördlichen Westküste zählen zu Tansania; dies macht rund weitere 300 Kilometer Küstenlinie aus.

Weitere Infos:


Länge : ca. 600 km
Breite max.: ca. 80 km
Breit dursch. : ca. 50 km
Tiefe : ca. 700 m
Fläche : ca. 31.000 km²
Alter : ca. 2 Mio Jahre
Sichtweite: bis 20 m


Es besteht kein Zweifel darüber, dass die größte Besonderheit des Malawisees die Buntbarsche darstellen. Mittlerweile dürften wohl mehr als 600 Arten bekannt sein, viele davon sind aber wissenschaftlich noch unbeschrieben und werden unter so genannten Arbeitsnamen und Handelsbezeichnungen geführt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen leben alle Cichliden endemisch im Malawisee, das heißt sie kommen nur in diesem Gewässer vor und sonst nirgends auf der Welt. Ebenso erwähnenswert ist, dass alle bis auf eine Art (Tilapia rendalli) zur Zeit bekannten Buntbarsche im Malawisee Maulbrüter im weiblichen Geschlecht sind.
Der Malawisee ist seit ein paar Jahren auch ein begehrtes Urlaubsziel, da die Landschaft sehr schön ist und man auch hervorragend tauchen kann.

Die Chemie des Malawisees:


pH-Wert: 7,5 bis 8,5
Gesamthärte: 3 - 6° dGH
Karbonathärte: 5 - 8° dKH
Leitfähigkeit bei 20°C: 210 - 285 Mikrosiemens/cm
Oberflächentemperatur: 24 - 29° Celsius
Tiefentemperatur: etwa 22° Celsius

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Aktuelles Wetter am Malawisee

am Uhr Ortszeit

Meist bewölkt

21.11°C

Mzuzu

Meist bewölkt
Luftfeuchtigkeit: 83%
Wind: E mit 3.11 K/H
18.33°C / 25.56°C Gewitter