Lebensraum der Victoriasee Cichliden


1. Felsenküste


Die meisten Arten des Viktoriasees leben, ähnlich den Mbuna des Malawisees, an der Felsküste.

Die verschiedenen Cichliden des Flachenwassers, der tieferen Schichten und der Spalten der Felsenküste, haben sich auf das jeweilig anzutreffende Nahrungsangebot spezialisiert.


Bewachsene Bucht


In den Buchten des Viktoriasees mit ruhigen Wasser leben Arten die durch ihre besondere Maulform Algen von den Pflanzen abschaben können. Andere fressen Pflanzen oder jagen Insekten oder knacken Schnecken die sie dort finden. Obwohl die Arten hier weniger bedroht sind, verschwanden viele in den letzten Jahren. Eine der Ursachen hierfür dürfte die Verbreitung der eingeschleppten Wasserhyazinthe sein.

 

2. Sandküste


3. Schlammboden


Fast alle Arten die an der Sandküste und im Schlammboden wohnten sind ausgestorben.

Die Aussetzung des Nilhechts in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist für das Aussterben eines Großteils dieser Fischarten verantwortlich.

4. Freiwasserzone


Die Fischfresser dieses Bereiches gelten als ausgestorben. Lediglich H. pyrrhocephalus, ein Zooplanktonfresser, gilt als nicht ausgestorben.

Den Lebensraum Viktoriasee teilen sich die zwei Gruppen von Cichliden.


1. Die größte Gruppe der Viktoria-Cichliden stellen die Mbipi.


„Mbipi“ ist die Bezeichnung der Einheimischen auf Kisukuma für felsenbewohnende Cichliden und bedeutet die Dunklen.

Die Mbipi werden in zwei große Gruppen eingeteilt:

 

  • die

    Vertical Bar Mbip

„Vertical Bar“ heißt „Querbinde“; so zeigen diese Arten vier bis acht schwarze Querbinden.

 

  • die

    Chessboard Mbipi

Bei den Chessboard-Mbipi laufen zwei schwarze Längsbinden durch das Vertikalmuster, was an ein Chessboard (Schachbrett) erinnert.

Mbipi weiden den Algenteppich von den Felsen in Ufernähe ab und nehmen dabei kleine Krebstiere und andere Kleinlebewesen mit auf. Allerdings sind sie nicht so stark auf Aufwuchs spezialisiert wie die Mbuna des Malawisees

2. Die zweite Gruppe der Viktoria-Cichliden stellen die Nicht-Mbipi.